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Via Mala (Film)

Via Mala (Film)

«Glatt inszeniertes Heimatfilm-Drama, das an einem Extremfall Sympathien für einen Mord zu wecken versucht»: So beurteilte das Lexikon des internationalen Films die aufwändige Umsetzung von John Knittels berühmten Roman. Zu überzeugen wusste im Film vor allem Gert Fröbe in der Rolle des trunksüchtigen Tyrannen Jonas Lauretz. Gedreht wurde der Film allerdings nicht wirklich in der Viamala: Besser geeignet erschien dem Team um Regisseur Paul May die Rofflaschlucht oberhalb von Andeer. Denn hier war bereits zwischen 1907 und 1914 ein abenteuerlicher Weg in die Schluchtwand gesprengt worden. Und dieser Weg liess sich nun für den Film gut gebrauchen – zumal die Wege durch die imposantesten Stellen der Viamala um 1961, als der Film gedreht wurde, schon längst Strassen waren. Neben Paul Mays Verfilmung von 1961 nahm sich auch Josef von Baky des Stoffes schon 1944 an, 1985 erschein auch ein Dreiteiler fürs Fernsehen mit Mario Adorf als Joans Lauretz.